Wie suchen?

Vielleicht finden Sie es merkwürdig, über das "wie" zu reden, wenn Sie doch genau wissen, was Sie suchen. Wenn Sie jedoch zu einem gesuchten Buch Autor, Titel, Untertitel, Verlag und Erscheinungsjahr angeben, bekommen Sie auch nur die Angebote zu sehen, bei denen der Anbieter ebenfalls alle diese Angaben gemacht hat. Sie wollen aber doch nicht den Anbieter prämieren, der sein Buch genauso gut beschreiben kann wie Sie, sondern möglichst viele passende Angebote erhalten, damit Sie sich das Beste heraussuchen können.
Ihre Suchbegriffe sollen also dazu dienen, die Angebote auszusondern, die nicht zu Ihrer Suche passen. Deshalb sollten Sie zunächst nur einen oder zwei Begriffe aus dem Titel des von Ihnen gesuchten Buches eingeben. Wenn Sie dann zu viele Angebote erhalten, können Sie die Suche immer noch verfeinern.

Fallstricke

Schreibweise

Die Wörter, die Sie eingeben, sollten genau so eingeben werden, wie sie im Titel stehen, z. B. bei "Die Frauen des Hauses Wu" "Frauen Hauses Wu" (in diesem Fall sind ausnahmsweise einmal 3 Wörter sinnvoll) und nicht "Frau Haus Wu". Die Wörter sollten möglichst prägnant sein, vermeiden Sie Begriffe wie "Handbuch" oder "Lexikon", denn davon gibt es natürlich Tausende.
Vermeiden Sie Wörter, die der Anbieter vielleicht anders schreibt als Sie. Die meisten Suchmaschinen finden zwar die passenden Angebote auch dann, wenn Umlaute wie "ä" als "ae" geschrieben werden. Dasselbe gilt für "ß" und "ss". In anderen Fällen funktioniert das aber nicht. Wenn Sie "Druckgraphik" schreiben und der Anbieter "Druckgrafik", geht es daneben. Neben "ph" und "f" gibt es besonders bei Namen unterschiedliche Schreibweisen, z.B. bei den Schotten: "Mc..." oder "Mac...", und bei osteuropäischen Namen "v" oder "w" bzw. "i", "j", "y" oder eine Kombination dieser Buchstaben (bei ebay habe ich gerade "Dostojewski", "Dostojewskij", "Dostojevski" und "Dostojevskij" gefunden). Denken Sie auch daran, dass sich die Schreibung einiger Wörter aufgrund der Rechtschreibreform geändert haben kann.

Zahlen

Vorsicht bei Zahlen! Wenn Sie den 3. Teil eines mehrteiligen Werks suchen und "3" eingeben, hat der Anbieter vielleicht "III" oder "03" oder "drei" oder "dritter" in seinem Angebot stehen, und das können nur wenige Plattformen "übersetzen". Sie müssen dann also mehrmals suchen; bei einigen Plattformen (z.B. abebooks, ebay) ist auch eine "Oder-Suche" möglich. Die Beschreibung finden Sie bei den Details der jeweiligen Plattform.
Auch in den Jahreszahlen steckt eine Falle. Wenn Sie "Melbourne 1956" suchen, hat der Anbieter vielleicht "Melbourne 56" geschrieben. Sie sollten also neben der vierstelligen auch immer die zweistelligen Jahreszahlen bei Ihrer Suche ausprobieren.

Sonderzeichen

Lassen Sie alle Sonderzeichen (!, ", §, $, %,...) weg. Manche Sonderzeichen haben auf bestimmten Plattformen eine besondere Bedeutung, manche Plattformen ignorieren Wörter oder Wortteile, die mit einem Sonderzeichen beginnen.

Füllwörter

Lassen Sie außerdem alle Füllwörter wie "der", "die", "das", "und", "oder", "nicht",... weg (eine Liste finden Sie unter Tipps). Die meisten Suchmaschinen ignorieren diese Wörter sowieso, aber einige nehmen die Füllwörter mit und werden dann entsprechend langsam in der Antwortzeit oder sie bekommen einen Timeout.

Abkürzungen

Wenn Sie ein Wort ausschreiben, das der Anbieter abkürzt (z.B. "Elektronische Datenverarbeitung" - "EDV"), werden die entsprechenden Angebote ebenfalls nicht gefunden. Auch hier gilt: mehrmals suchen oder Oder-Suche (geht nicht auf allen Plattformen).

Getrennt- / Zusammenschreibung

Wenn Sie ein Wort zusammenschreiben, das der Anbieter getrennt schreibt (z.B. "vielversprechend" - "viel versprechend") klappt es auch wieder nicht. Tipp: Zuerst nur mit dem ersten Wortteil suchen (im Beispiel "viel") und wenn dann zu viele Angebote kommen, mit dem ganzen Wort suchen.

Rechtschreibfehler

Wer weiß schon ganz genau, wie jedes Wort geschrieben wird? Wenn Sie ein Wort richtig schreiben und der Anbieter nicht (oder umgekehrt), finden Sie das Angebot nicht.
Versuchen Sie es ruhig einmal mit falschen Schreibweisen. Besonders beliebte Fehler finden Sie hier.

Kann ich nicht einfach mit der ISBN (International Standard Book Number) suchen?

Fast kein Problem, wenn Sie Neubücher suchen. Bitte achten Sie darauf, dass es zwei Schreibweisen für die ISBN gibt: Mit und ohne Bindestriche. Nicht alle Suchmaschinen können beide Schreibweisen interpretieren; es empfiehlt sich dann, mit beiden Varianten zu suchen.
Außerdem ist die ISBN, die auf dem Buch steht, nicht ganz selten falsch. Darüber staune ich immer wieder. Oft ist es nur die letzte Ziffer (die Prüfziffer), die ungeprüft aus der EAN (International Article Number, früher European Article number) übernommen wird. Sie können die Prüfziffer selbst errechnen lassen: ISBN - Prüfung.

Bei gebrauchten Büchern sollten Sie eine ISBN - Suche nur durchführen, wenn Sie sich sonst vor Angeboten nicht retten können, weil bei weitem nicht alle Anbieter die ISBN angeben. Auch hier tritt natürlich das Problem der zwei Schreibweisen und der falschen ISBN auf.